Erscheinungsweise

 
zweimal jährlich,
im März und September

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Dr. Lutz Müller,
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Margarete Leibig,
Dieter Volk

Layout und Korrektur:
 
Barbara Fischer,
Sabine Gottmann

BEIRATSMITGLIEDER

 
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(ISAP Zürich)
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(CGJ-Forum Freiburg)
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(CGJ-Gesellschaft Hannover)
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(Psychologische Gesellschaft Basel
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(CGJ-Gesellschaft München)
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Verlag Opus Magnum


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Heft-Nr. 32: Dem Bösen auf der Spur Drucken E-Mail
Heft 32 gross

Heft Nr. 32  •  September 2014

Schwerpunkt:

Dem BÖSEN auf der Spur

Leseprobe:

Liebe Leserinnen und Leser,
 
die Thematik des Bösen wird in der Analytischen Psychologie meist mit dem von C. G. Jung geprägten bildhaften Begriff des „Schattens" verbunden. Wo das Licht des menschlichen Bewusstseins hinfällt, bildet sich auch Schatten und entstehen Gut und Böse.
 
Zum Schatten gehören Eigenschaften, Fähigkeiten, Gefühle, Gedanken, Fantasien und Handlungen, die meist als negativ, destruktiv oder böse angesehen werden, wie z. B. Intoleranz, Feindseligkeit, Rassismus, Gewalttätigkeit, Egoismus, Hass, Eifersucht, Neid, Habgier, Geiz oder Hochmut.
 
Die allgemeinmenschliche Fähigkeit zum Bösen wird als archetypischer Schatten bezeichnet. Der Begriff impliziert auch die Möglichkeit des Menschen zum „absolut Bösen". In immer neuen Fantasien, Träumen, Symbolen und Handlungen teilt dieser dunkle Teil der Psyche sich auch dem modernen Menschen mit.
 
Alle dunklen Seiten und ungelebten Anteile in uns, die wir zwar sind und haben, aber nicht wahrhaben wollen oder können, bilden unseren persönlichen Schatten. Er entwickelt sich im Laufe unserer Biografie und ist verwoben mit dem kollektiven Schatten, den Aspekten, die Gemeinschaften z. B. aufgrund von Religionen, Ideologien, Idealen ablehnen. Als Teufel oder Satan beispielsweise werden sie auch heute noch auf außerhalb des Kollektivs lebende „Feinde" projiziert und bekriegt oder auf „Sündenböcke", die aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden müssen.
 
Seit Jahren konfrontierte uns in der westlichen Welt vor allem die scheinbar ständig sich steigernde Gewalt in den Medien mit der immerwährenden Anwesenheit des archetypischen Schattens. Zugleich wissen wir, dass Schatten nichts weniger als virtuell ist. 2014 gedenken wir zweier Katastrophen, die zum Sinnbild für das absolut Böse im 20. Jahrhundert geworden sind: dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 und des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren. Fassungs- und hilflos erleben wir zeitgleich die Energie des kollektiven Schattens, der um uns herum immer neue (alte) Krisen aufleben und zu Kriegen werden lässt.
 
Vielleicht waren es Erich Neumann und C. G. Jung, die am radikalsten die Problematik des kollektiven Schattens verwoben haben mit der Verantwortung jedes Einzelnen. Ihre Aussage ist provozierend und unangenehm: Es geht darum, dass wir uns um den eigenen Schatten kümmern, ihn uns bewusst machen, mit ihm leben lernen, ohne ihn zu verdrängen oder zu projizieren.
 
Unser Schatten steht in einem direkten Verhältnis zu unserer Persona und unseren Ideal- Vorstellungen. Menschen, welche mit festgelegten Rollen und Normen identifiziert sind, die wenig von ihrer wirklichen Persönlichkeit und ihrer menschlichen Ganzheit zum Ausdruck kommen lassen, müssen häufig in ganz besonderem Maße die vielen anderen, zur Rolle nicht passenden Seiten in ihr Unbewusstes, in den „Schattenbereich" drängen und ängstlich darauf bedacht sein, dass diese nicht bemerkt werden.
 
Einen Teil des Schattens bilden „an sich" gar nicht so schlechte oder böse Eigenschaften unserer Persönlichkeit, die uns aber von unseren Erziehern oder der Gemeinschaft, in der wir leben, als schlecht, ungehörig, unverschämt und sündig dargestellt wurden. Dazu gehören beispielsweise Neugier und Kreativität, („Sei doch nicht so neugierig!", „Du mit Deinen verrückten Einfällen!"), Eigenständigkeit („Du Dickkopf!"), Selbstbehauptung („Sei doch nicht so egoistisch!"), Spontanität und Triebhaftigkeit („Kannst Du dich nicht beherrschen?"), Fantasie („Sei doch nicht so ein Träumer!") oder Sexualität („Männer denken doch immer nur an das Eine!").
 
Aus der Angst vor unseren Schattenseiten kann sich ein unheilvolles psychodynamisches Geschehen aufschaukeln. Gerade durch die „Verteufelung" erscheinen uns dann relativ normale, allgemeinmenschliche und archaische Seiten unserer Persönlichkeit wie blutrünstige Monster. Und je mehr wir ein solches blutrünstiges Monster in uns lauern spüren, desto größer wird unsere Anspannung und Abwehr.
 
Wenn C. G. Jung einmal gesagt haben soll, dass der Schatten zu 90% aus reinem Gold bestünde, dann meinte er wohl damit zum einen, dass wir Aspekte, in denen wertvolle Ressourcen verborgen sind, abgewehrt haben und zum anderen, dass wir mit der dauernden Abwehr dieser Schattenanteile viel seelische Energie verbrauchen, die wir für unsere Lebendigkeit und Kreativität viel besser verwenden könnten.
 
Das wirklich „Böse in uns" ist oft gar nicht das, was wir an negativen Seiten verteufeln, sondern es ist die Gewalttätigkeit, mit der wir uns selbst demütigen, quälen und verletzen, indem wir diese Seiten in uns abwerten und uns dafür verachten und bestrafen. Der Schatten bezieht seine Macht und Destruktivität gerade daraus, dass wir ihn aus unserem Leben und Bewusstsein ausschließen. Im ungünstigsten Fall wendet er sich dann gegen uns und fällt uns „von hinten" an, etwa so, wie wir es mit Ängsten erleben können.
 
Das klassische märchenhafte und literarische Motiv hierfür ist die nächtliche Verwandlung eines tagsüber ganz normal wirkenden Menschen in ein fremdes Wesen, ein bedrohliches Tier oder ein Ungeheuer. Denken wir an die Geschichten von schattenhaften Doppelgängern oder Persönlichkeitsspaltungen (Dr. Jekyll und Mr. Hyde, Faust und Mephisto etc).
 
Wir haben Angst vor unseren eigenen Untiefen, und wir haben Angst, dass uns andere Menschen entlarven könnten, dass sie die „Monster" in uns entdecken könnten. Umgekehrt hingegen: Wenn wir uns erlauben, das wahrzunehmen, wovor wir bisher Angst hatten, wenn wir mutig genauer hinschauen, was wir neben allem Guten und Positiven auch noch haben: unsere Durchschnittlichkeit und Unterdurchschnittlichkeit, unsere Illusionen, unsere Dunkelheit und Hässlichkeit, unseren Egoismus und unseren Neid, unsere Aggression und Destruktivität, unsere Gleichgültigkeit und Trägheit, wenn wir dann bereit werden, diese Dunkelheit auszuhalten, kann es passieren, dass wir uns auf einmal wie befreit, erleichtert und glücklich fühlen.
 
Es tritt der fast paradox erscheinende Effekt ein, dass gerade und erst dadurch, dass wir das „Böse" und „Hässliche" in uns zulassen und lieben lernen, auch das „Gute" und „Schöne" in uns bewusster erfahrbar wird. Dies wird (unter anderem) in dem klassischen französischen Volksmärchen „Die Schöne und das Biest" sehr eindrücklich dargestellt.
 
Wie aber können wir unseren Schatten sehen, annehmen und integrieren? Die einfachste Methode wäre, uns offen und ehrlich zu beobachten und wahrzunehmen, was wir den ganzen Tag über denken, fühlen und fantasieren und was in unseren Träumen passiert und dazu zu stehen, dass es die eigenen inneren Vorgängen sind, die sich da zeigen.
 
Da aber viele unserer Abwehrvorgänge sehr unbewusst und raffiniert verlaufen, funktioniert diese Methode gerade bei den entscheidenden Schattenanteilen nicht so recht. Wir nehmen sie nicht wahr, wir deuten sie um, wir geben den äußeren Umständen die Schuld. Sie bleiben ein blinder Fleck, weil wir sonst zu sehr aus dem seelischen Gleichgewicht geraten würden.
 
Wir können uns dem Schatten aber etwas indirekter annähern. Erlauben wir uns, den heimlichen Reiz von Märchen, Mythen und Romanen, von Horror- und Kriminalfilmen, Action-Thrillern, von Kriegsberichten und Katastrophen, von Un- und Todesfällen, von Mord, Diebstahl, Vergewaltigung und Missbrauch, von Sensationsenthüllungen, Skandalen, Klatsch, von Missgeschicken und Fehlleistungen zu spüren.
 
Die oft beklagte negative Berichterstattung in den Medien wird von den Publizisten häufig so erklärt, dass sie sich der Wahrheit und Realität verpflichtet fühlten. Dies ist zum guten Teil eine Rationalisierung, denn es geht nicht hauptsächlich um die Wahrheit, sondern ums Geld, bzw. um Auflagenhöhen und Einschaltquoten.
 
Unser Schatten zeigt sich in unseren Projektionen auf andere Menschen, auf andere Völker und Kulturen, auf Außenseiter der Gesellschaft, auf Minderheiten. Listen wir auf, was uns an anderen Menschen, bei Freunden, Partnern und Kollegen stört. Aus dieser vermutlich recht langen Liste kreuzen wir dann an, welche von den dargestellten Eigenschaften wir ganz besonders unangenehm finden und absolut „auf den Tod" nicht ausstehen können. Das, was wir am wenigsten akzeptieren können, hat sehr wahrscheinlich mit unseren eigenen projizierten Eigenschaften zu tun.
 
Natürlich gibt es auch eine Vielzahl von Gewalttätigkeiten, Ungerechtigkeiten und zerstörerischen Haltungen, die uns zu Recht erbosen. Dennoch gilt als „klassische" Faustregel der Schattenintegration: Je heftiger, empörter und aggressiver unsere emotionale Reaktion auf andere Menschen oder gesellschaftliche Umstände ist, desto wahrscheinlicher handelt es sich dabei auch (aber vielleicht nicht nur) um eine Schattenprojektion.
 
Der Schatten kommt darüber hinaus in Fehlleistungen wie Versprechen, Verhören, Verschreiben zum Vorschwein oder in Situationen, die uns zum Lachen reizen (unser Lieblingswitz!) oder in vielfältigen kleineren oder größeren psychischen Störungen, wie z. B. bei Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten, plötzlich abschweifenden Gedanken, heftiger Müdigkeit, psychosomatischen Reaktionen, ungewöhnlichen Verhaltensweisen und Missgeschicken.
 
Das Ausrutschen, Stolpern und Hinfallen von anderen Menschen gehört zu den Missgeschicken, die fast regelmäßig beträchtliche Schadenfreude bei uns hervorlocken. Vermutlich genießen wir es ziemlich, wenn so offensichtlich ist, dass der andere seine korrekte Fassung und Haltung nicht mehr wahren kann, seine Kontrolle und Beherrschung verliert, „keine gute Figur macht", „auf die Nase fällt" und sich damit irgendwie lächerlich macht. Wir freuen uns dabei weniger über den Schmerz, den der Betreffende möglicherweise erleidet, sondern mehr über die mit dem Sturz erlittene, demütigende Peinlichkeit seiner „Niederlage", die uns einen gewissen Triumph über ihn gibt, andererseits wohl auch das beruhigende Gefühl, dass sich der Andere genauso dumm oder ungeschickt anstellen kann, wie wir selbst.
 
Wenn wir uns auf die eine oder andere Weise mit unseren schattenhaften Seiten vertraut gemacht und uns mit ihnen versöhnt haben, können wir oft erfahren, dass wir schon ziemlich boshaft und gemein sein können, genau so wie wir es immer befürchteten. Es lässt sich in vielen Fällen aber jetzt entspannter und ungezwungener mit den Schattenanteilen leben. Durch ihre Integration müssen wir sie nicht mehr unbewusst ausleben oder blindlings auf andere Menschen projizieren, sondern sie finden zu einem lebendigen Gleichgewicht mit unseren anderen eher als positiv empfundenen Eigenschaften.
 
Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Tiefenpsychologie ist, dass alle wirkliche Reifung der Persönlichkeit und die Entwicklung von Friedfertigkeit mit einer Versöhnung mit dem inneren Feind, dem eigenen Schatten, beginnen muss. Jeder wirkliche Fortschritt im Individuationsprozess ist dabei immer auch ein Beitrag für die Gesellschaft. Solange der Schatten am anderen Menschen und im Außen gesehen und dort angegangen wird, wird sich gesellschaftlich wenig ändern. Im Gegenteil, es kommt durch die gegenseitigen Projektionen häufig ein überaus gefährlicher Aufschaukelungsprozess von gegenseitigen Anklagen und Schuldzuweisungen in Gang, den wir bei Konflikten und Streitereien in zwischenmenschlichen Beziehungen ebenso beobachten können wie in nationalen und internationalen Krisen, Kriegen und Katastrophen.
 
Durch die Auseinandersetzung und die Versöhnung mit dem eigenen Schatten übernehmen wir unseren Teil der Verantwortung für das Böse und Dunkle in der Menschheit. Was immer auch an Bösem, Schlechtem und Gewalttätigem in der Welt geschieht, erkennen wir immer auch als einen Aspekt und als eine Möglichkeit von uns selbst.
 
Ihre
Anette und Lutz Müller
 
die vielen spielerisch-kreativen Methoden. Dennoch
gibt es nur sehr wenige positive Äußerungen
zum Glücksbegriff oder zur Freude bei
Jung.
In einem Interview antwortete Jung auf die
Frage, was nach seiner Ansicht die Voraussetzungen
zum Glücklichsein sind:
„1. Eine gute körperliche und geistige Gesundheit.
2. Gute persönliche, nahe Beziehungen wie
z. B. in der Ehe, in der Familie, und in Freundschaften.
3. Die Fähigkeit, das Schöne in der Kunst
und der Natur wahrzunehmen.
4. Angemessene Lebensbedingungen und
eine befriedigende Arbeit.
5. Eine philosophische oder religiöse Weltanschauung,
die einem helfen kann, mit den
Schwierigkeiten des Lebens erfolgreich zu
Rande zu kommen.“ (Jung, Gespräche mit
C. G. Jung, 1986, S. 313)
Damit benennt Jung durchaus einige der
grundlegenden Faktoren, die auch von modernen
Glücksforschern als zentral bezeichnet
werden. Er ist aber sehr zurückhaltend, was
ein aktives Anstreben und dauerhafteres Erreichen
von Glückszuständen angeht und betont,
dass Leiden und Glück ein dem Leben notwendiges
Gegensatzpaar sind.
„Selbstverständlich kann es ohne Leiden kein
Glück geben. Der deutsche Philosoph Schopenhauer
sagte, Glück sei nur das Ende des
Leidens. Das ist eine etwas negative Definition.
Insofern Leiden ein sehr realer Zustand ist,
muß Glück ebenso real sein. Aber bedauerlicherweise
können die beiden nicht ohne einander
bestehen. Sie sind so eng verbunden,
daß Glück leicht in Leiden umschlägt, wie umgekehrt
intensivstes Leiden eine Art übermenschlichen
Glücksgefühls hervorrufen kann.
Sie bilden ein dem Leben unerlässliches Gegensatzpaar.“
(Jung, Briefe 1, S. 313)
„Alle Faktoren, die man gemeinhin als glückbringend
betrachtet, können unter bestimmten
Umständen das Gegenteil hervorbringen.
Selbst die idealsten Voraussetzungen sind
keine Garantie für das Glück. Eine vergleichsweise
kleine Störung im biologischen oder seelischen
Gleichgewicht kann genügen, um das
Glück zu zerstören. Weder eine gute Gesundheit,
noch günstige finanzielle Verhältnisse,
noch ungetrübte Familienverhältnisse können
einen z. B. vor unsäglicher Langeweile bewahren
- vor einer Langeweile, bei der sogar eine
Veränderung der Verhältnisse, durch eine nicht
zu schlimme Krankheit ausgelöst, eine willkommene
Abwechslung wäre.“ (Jung, Gespräche
mit C. G. Jung, 1986, S. 314 f)
Diese polare Sichtweise von Glück und Unglück
hat aber dennoch dem Glückserleben in
Jungs Werk nur wenig Raum eingeräumt, wenn
man davon absieht, dass die Individuation für
ihn das höchste Glück darstellt (vgl. Zitat S. 8)
Unter den deutschsprachigen Autoren der
Analytischen Psychologie sind es insbesondere
Verena Kast (z. B. Freude, Inspiration,
Hoffnung, 1991), Lutz Müller (z. B. Trotzdem ist
die Welt ein Rosengarten, 1996, 2010) und Riedel
(z. B. Geschmack am Leben finden, 2004),
die in ihren Büchern immer wieder auch die
positiven Aspekte des Lebens in den Mittelpunkt
stellen. Verena Kast hat beispielweise
empfohlen, neben der üblichen Krankheitsanamnese
auch eine Glücks- und Freudenanamnese
zu erheben und diesbezüglichen Tabuisierungen
und Hemmungen therapeutisch
aufzuarbeiten.
Gleichwohl entsteht der Eindruck, dass die
Analytische Psychologie im Hinblick auf den
bewussten Einbezug von Glücks- und Wohlfühlfaktoren
in ihr Persönlichkeits- und Behandlungskonzept
noch einigen Nachholbedarf
hat. Dabei sind wir überzeugt, dass dies
rasch und mühelos gelingen kann, weil die
Grundausrichtung der Analytischen Psychologie
schon immer ganzheitlich, kreativ, final-prospektiv
orientiert ist.
Wir würden uns freuen, wenn es den Autoren
dieses Heftes gelingen würde, auch in Ihnen
Hoffnung und Begeisterung dafür zu wecken,
dass Dankbarkeit, Freiheit, Liebe, Freude,
Glück, Humor und schöpferisches Leben Werte
sind, für die es sich lohnt, zu leben.
Ihre Anette und Lutz Müller
 

INHALTSÜBERSICHT


  • EDITORIAL
    SCHWERPUNKT:

    Dem BÖSEN auf der Spur
  • Ursula Wirtz
    Vom Guten des Bösen und vom Bösen des Guten
  • Gerhard M. Walch
    Die Integration des Schattens
    Erich Neumann’s „Tiefenpsychologie und neue Ethik“
  • Roland Heinzel
    Deine Springerstiefel sehnen sich nach Zärtlichkeit
    Gewalt – um uns und in uns
  • Anselm Grün
    Das Geheimnis des Bösen
  • Rolf Kaufmann
    Metamorphose von Hölle und Teufel
  • Ursula Bernauer
    Das Böse in Stein gehauen –
    Skulpturen der sieben Todsünden am Freiburger Münster
  • Diethild Laitenberger
    Das Böse im Märchen
  • Christiane Lutz
    Figuren und Szenen des Bösen
    Kinder begegnen dem Dunklen der Seele
  • Monika Rafalski
    Hexen und das Böse
    Eine Reise zu Medea
  • Irene Berkenbusch
    Das Böse und der Schatten
    in E. T. A. Hoffmanns Roman „Die Elixiere des Teufels“
  • Elisabeth Pfister
    Das Untier umarmen?
    Wenn Frauen Verbrecher lieben
  • Katharina Sommer
    Dämonenmasken



    FÜR SIE GESEHEN
  • Dieter Volk
    8 Frauen oder: Auch weiße Rosen haben schwarze Schatten

AKTUELLE AUSGABE


Aktuelles Heft
Heft Nr. 32 • September 2014
Hinweis für den Buchhandel (Libri): Jung Journal 32 • Forum für Analytische Psychologie und Lebenskultur • (Broschiert) von Dr. Lutz Müller (Herausgeber) • ISBN: 978-3-939322-32-0

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